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Gemeinde übernimmt die Trägerschaft für die Nachbarschaftshilfe

Um ehrenamtliches Engagement im Dorf auf breitere Füße zu stellen, wurde im vergangenen Jahr der Caritas-Helferkreis der kath. Pfarrgemeinde aufgelöst und stattdessen die Margetshöchheimer Nachbarschaftshilfe gegründet. Mittlerweile sind darin rund 40 ehrenamtliche HelferInnen aktiv. Um das Engagement zu unterstützen, hat die Gemeinde die Trägerschaft nun dauerhaft übernommen.

Seit der Gründung der Nachbarschaftshilfe im Jahr 2021 hatte die Gemeinde die Trägerschaft bereits vorläufig übernommen, jetzt auf Wunsch der Ehrenamtlichen aber dauerhaft zugesichert. Entsprechende Beschlüsse wurden einstimmig in der Juni-Sitzung des Gemeinderates gefasst. Damit hat nun auch Kämmerer Bruno Hartmann die Möglichkeit, die finanzielle Abwicklung zu übernehmen: Auslagen und Ausgaben der Nachbarschaftshilfe können abgerechnet werden und Spenden eingenommen werden. Allerdings darf keine Spendenquittung ausgestellt werden. Im vergangenen Jahr wurden der Nachbarschaftshilfe insgesamt rund 1.000 Euro von dankbaren BürgerInnen gespendet. Die Spenden sind auf einem Unterkonto verbucht. Dank des Gemeinderatsbeschlusses kann der Kämmerer jetzt ein "Handgeld" auszahlen und einmal jährlich abrechnen. Auch die Buchhaltung wird durch die klare Strukturierung leichter.

Die Palette an Hilfeleistungen durch die Nachbarschaftshilfe ist groß: die Ehrenamtlichen kümmern sich beispielsweise um Hilfen im Haushalt, Fahrdienste, Begleitungen, Betreuungen und Beratungen. Für die ukrainischen Geflüchteten hat die Organisation Sprachkurse organisiert und Ferienaktionen für die geflüchteten Kinder gestartet. Im Gemeinderat stellten Jutta Hackl und Marion Reuther aus dem 5-köpfigen Leitungsteam das Credo der Nachbarschaftshilfe vor: "Wir wollen das Spektrum des aktiven Helfens in der Gemeinde erweitern". Wichtig ist den ehrenamtlichen HelferInnen, dabei nicht mit den bestehenden Angeboten im Ort zu konkurrieren, sondern diese für ein gutes Miteinander zu ergänzen. "In Margetshöchheim haben wir eine sehr gute soziale Struktur und viele informelle Hilfen", meinte Reuther. Nichtsdestotrotz sei der Bedarf da, BürgerInnen auf pragmatischen und unkomplizierten Wegen zu unterstützen. Neben der aktiven Hilfe sei es ein weiteres Ziel der Nachbarschaftshilfe, Kontakte zwischen den BürgerInnen im Ort herzustellen.

Dafür hat Hilde Oppmann von der Nachbarschaftshilfe vor einigen Monaten den offenen Stammtisch "MainTreff" ins Leben gerufen: Jeden 1. Mittwoch im Monat (außer August) können sich interessierte BürgerInnen jeden Alters zwanglos und ohne Anmeldung in Theo's Brückenhäusle treffen, um miteinander ins Gespräch zu kommen oder sich zu gemeinsamen Aktivitäten zu verabreden. "Beim letzten Stammtisch kamen 12 Leute vorbei, das war wunderbar", berichtet Marion Reuther. Besonders schön sei, dass dabei MargetshöchheimerInnen miteinander in Kontakt kämen, die sich vorher gar nicht kannten. Zudem hätten sich bereits einige Freizeitaktivitäten wie Wanderungen und Theaterbesuche ergeben. 

Der nächste offene "MainTreff" findet am 7. September um 18:00 Uhr bei Theo's Brückenhäusle statt.

Momentan engagieren sich 43 ehrenamtliche HelferInnen in der Nachbarschaftshilfe, darunter auch etliche Männer. "Ihr ehrenamtlicher Einsatz ist unbezahlbar", resümierte Bürgermeister Norbert Götz in der Sitzung.

Informationen und Kontakt zur Nachbarschaftshilfe:

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oder telefonisch: 0152-37799333

Ansprechpartnerinnen am Telefon sind Jutta Hackl, Marion Reuther und Isolde Schneider