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Ortseingang Zeilweg: der Bau eines Bürogebäudes wurde genehmigt

Rund zwei Jahre musste ein Margetshöchheimer Bauwerber auf die Entscheidung warten, jetzt ist sie gefallen: am Ortseingang Zeilweg / Heinrich-Böll-Straße steht dem Bau eines Bürogebäudes grundsätzlich nichts mehr im Weg. Das geplante Gebäude, das nach dem Willen der Gemeinde einst noch von einem Streuobstzentrum begleitet werden soll, war Thema in der jüngsten Gemeinderatssitzung. Im Gremium wurde das Bürogebäude wie schon beim Grundsatzbeschluß im vergangenen Jahr kontrovers diskutiert, die MM-Fraktion trug mehrere Entscheidungen nicht mit. Das Landratsamt und alle Fachbehörden haben grünes Licht gegeben - allerdings unter Auflagen. So muss etwa die Wasserschutzzone eingehalten werden und es sind naturschutzrechtliche Ausgleichsflächen nötig. Zudem darf die bebaubare Fläche - rund 2500 m2 - nicht in landwirtschaftliche Flächen hineinragen. Um den Bau möglich zu machen, wird der Flächennutzungsplan geändert: Statt wie bisher Wohngebiet, ist der obere Bereich Mischgebiet und ermöglicht dadurch Gewerbeeinheiten. Zudem wird der untere Teil in landwirtschaftliche Fläche (sprich Ackerland) umgewandelt und ist somit vor weiterer Bebauung geschützt.

Das Bürogebäude will ein örtlicher Ingenieur bauen, dem seine bisherigen Räumlichkeiten zu klein geworden sind. Wie in der Sitzung bekannt wurde, hat der Margetshöchheimer bereits aus einigen anderen Gemeinden Angebote für Bauflächen bekommen, wollte aber lieber in seiner Heimatgemeinde bleiben. "Wir können heilfroh sein, dass der Mann so lange gewartet hat", sagte Gemeinderätin Daniela Kircher (SPD). Für Margetshöchheim sei es ein Glücksfall, dass sich ein Ingenieurbüro ansiedeln wolle und kein produzierendes Gewerbe. "Andere Gemeinden würden froh sein, wenn sie solche Anfragen hätten" fand auch Gemeinderat Andreas Winkler (CSU). Der durch die Sitzung führende Zweite Bürgermeister Norbert Götz (CSU) erwartet jetzt "auch einen Schub für das Streuobstzentrum, wenn da erschlossen wird". Die in der Sitzung anwesenden vier MM-Mitglieder stimmten in mehreren Punkten gegen CSU und SPD; sie hätten das Baugrundstück zum Beispiel lieber per Erbpacht vergeben als verkauft und zudem öffentlich ausgeschrieben. Hinsichtlich der Gestaltung des Bürogebäudes war sich das Gremium aber relativ einig: "Ein wesentliches Moment ist, dass wir wissen, was da hinkommt" stellte Gemeinderat Andreas Raps (MM) klar. Denn die Gestaltung lässt sich im Flächennutzungsplan nicht bestimmen. Norbert Götz gab sich überzeugt davon, dass der Bauwerber mit der Gemeinde kooperieren werde; zudem soll er vor dem Abschluss des Kaufvertrags sein Konzept vorlegen. Gemeinderätin Kircher sagte dazu: "Seine Motivation, ökologisch zu bauen, ist extrem hoch".