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Es gibt erste Einigungen im Streit um den Höchheimer Mainsteg

Weil die Baufirma und die Behörde ums Geld streiten, herrscht weiterhin Baustopp am Höchheimer Mainsteg. Im Schlichtungsverfahren gebe es aber erste Erfolge, gab Bürgermeister Waldemar Brohm in der Bürgerversammlung bekannt. Ein Drittel der strittigen Posten sei bereits einvernehmlich geklärt worden.

Insgesamt geht es um 30 Nachträge, die die Baufirma Lupp GmbH vom Wasserstraßenneubauamt Aschaffenburg (WNA) bezahlt haben möchte, in Summe knapp 2 Millionen Euro. Schon bei Baubeginn traten unerwartete Kostensteigerungen auf, weil beispielsweise der Baugrund kontaminiert war und abgetragen werden musste. Weil sich die beiden Parteien bei den Finanzen nicht einigen konnten, war es im Sommer zum Baustopp am Höchheimer Mainsteg gekommen. Für die Gemeinde Margetshöchheim als Bauherrin des neuen Stegs sei es "total frustrierend", so der Bürgermeister, dass der Bau an der Brücke kurz vor der Fertigstellung eingestellt wurde, denn es fehlten nur noch der Oberbelag und ein paar Kleinigkeiten. "Circa 85 % des Mainstegs sind fertig", so Brohm.

Um den Streit beizulegen, wurde ein Gutachter eingesetzt, der gleichzeitig als Streitschlichter fungiert und die strittigen Positionen mit der Baufirma und dem WNA von leicht nach schwer abarbeitet. Dabei gebe es erste Erfolge, berichtete Bürgermeister Brohm: "Von den 30 Nachträgen wurden 10 bis jetzt einvernehmlich geklärt". Der Streitschlichtungsprozess soll noch bis Mitte Dezember dauern; wenn alles gut läuft, werde es dann eine gemeinsame Sitzung der Gemeinden Margetshöchheim und Veitshöchheim mit der Baufirma und dem WNA geben. Einigen sich die Parteien, könnten die restlichen Bauarbeiten am Höchheimer Steg im Frühjahr wieder aufgenommen werden. Gibt es keine Einigung, wären Gutachten und neue Ausschreibungen nötig, was die Baumaßnahmen um Monate verzögern würde. Der Bürgermeister zeigte sich angesichts der bisherigen Erfolge im Schlichtungsprozess aber verhalten optimistisch und hofft, dass die "Kuh bald vom Eis" kommt.

Rund 85% des Höchheimer Mainstegs sind fertiggestellt, es fehlen noch der Oberbelag und Kleinigkeiten. Nachdem die Baufirma und das WNA im Schlichtungsprozess bereits ein Drittel der Streitpunkte einvernehmlich geklärt haben, besteht Anlass zur Hoffnung. (Foto: Tina Göpfert)