Update: Einrichtung der Baustelle für den Abbruch des alten Mainstegs hat begonnen; die Brücke wird am 20. Januar 2025 endgültig geschlossen

Aktuell beginnt die Einrichtung der Baustelle für den Abbruch des alten Ludwig-Volk-Stegs in der Mainstraße. Ab Montag, den 13. Januar wird es ein teilweises Parkverbot in der Mainstraße geben. Die alte Brücke wird am 20. Januar endgültig für den Verkehr geschlossen. Die Abbrucharbeiten werden einige Monate dauern.

In der letzten Gemeinderatssitzung am 10. Dezember hatte Bürgermeister Waldemar Brohm Neuigkeiten über den alten Mainsteg dabei. Laut dem Bauzeitenplan soll die Baufirma ab dem 9. Januar 2025 mit der Baustelleneinrichtung in der Mainstraße beginnen. Pünktlich wie geplant hat heute am 9. Januar die Übergabe des Baufelds stattgefunden, anschließend folgen die obligatorische Beweissicherung und die eigentliche Baustelleneinrichtung. Die Parkplätze um den alten Steg fallen dann weg; ursprünglich war angedacht, den betroffenen Anwohnern Ersatz-Stellplätze alten Festplatz bzw. Parkplatz Ludwigstraße zuzuweisen, dies wird laut neuesten Informationen aus dem Technischem Bauamt jedoch nicht möglich sein, da man keine personenbezogenen Parkflächen zur Verfügung stellen könne. "Es wird keine Parkausweise für Anwohner geben können", stellt das Amt klar. Man werde als zuständige Straßenverkehrsbehörde jedoch darauf achten, die Straßensperrung und die Parkeinschränkungen um die alte Brücke "so gering wie möglich" zu halten. Der Ludwig-Volk-Steg wird schon ab dem 1. Januar 2025 nicht mehr als offizieller Verkehrsweg gelten, aber vorerst geöffnet bleiben.

Aufgrund des anstehenden Abbruchs des alten Ludwig-Volk-Stegs werden zahlreiche Parkplätze in der Mainstraße bereits ab Montag, den 13. Januar 2025, gesperrt. Welche Parkflächen betroffen sind, können Sie der untenstehenden Grafik entnehmen. Der alte Mainsteg wird noch bis Montag, den 20. Januar 2025, um 07:30 Uhr, offen bleiben und ist bis dahin weiter nutzbar. Danach wird dieser geschlossen und anschließend zurückgebaut.

 

Grafik: Gemeinde Margetshöchheim

 

Fakt ist: Am 19. Januar werden die Margetshöchheimer die letzte Gelegenheit haben, um nochmal über die 1967 erbaute Fußgängerbrücke zu wandeln.

Am Montag, den 20. Januar 2025 wird der Ludwig-Volk-Steg endgültig für den Verkehr geschlossen.

 

Die eigentlichen Abbrucharbeiten sollen kurz nach der Sperrung des Stegs beginnen. Zuerst wird der Brücken-Überbau mit einem Kran herausgehoben und dann mainaufwärts transportiert und an Land zerteilt, teilt das Technische Bauamt auf Nachfrage mit. Der Abbruch des Überbaus selbst soll flott gehen und circa einen halben bis einen Tag dauern. Update vom 13. Januar: Laut Bauzeitenplan wird am 24.02.2025 der Überbau des alten Stegs, vom Wasser aus, ausgehoben. Anschließend folgen Abbrucharbeiten an den Rampenaufgängen auf beiden Seiten des Mainufers. Die Pfeiler des Ludwig-Volk-Stegs sollen planmäßig im März / April 2025 während der regulären 14-tägigen Schifffahrtssperre entfernt werden. Dazu müssen Spundwände im Main eingetrieben werden, um die Pfeiler bzw. Fundamente für den Rückbau trockenzulegen. Die Gemeinde hofft zudem, dass dann auch gleich der an Land stehende Pfeiler mit entfernt wird. Um einen reibungslosen Ablauf und Baustellenverkehr sicherzustellen, bleiben die Sperrung und der Wegfall der Parkflächen in der Mainstraße bis zum Ende der Bauarbeiten bestehen. Für die Abbrucharbeiten bekommt Margetshöchheim von der Gemeinde Veitshöchheim im Rahmen eines "Gentleman's agreement" Lärmschutzelemente zur Verfügung gestellt, um den Rückbau des Ludwig-Volk-Stegs für die Anwohner möglichst schonend abzuwickeln. Wann die Bauarbeiten enden und die Sperrung der Mainstraße aufgehoben werden kann, lässt sich zum jetzigen Zeitpunkt jedoch noch nicht sagen. Im Technischen Bauamt ist man nach den momentanen Erfahrungen mit der ausführenden Baufirma aber zuversichtlich, dass die Baustelle zum Rückbau des alten Stegs "zügig abgearbeitet" werden wird. Schließlich soll der zweite Bauabschnitt der Mainlände zwischen Pointstraße und Rathaus ab nächstem Herbst umgebaut werden; losgehen soll es damit laut jetzigem Zeitplan im September 2025, die Bauzeit soll 18 Monate betragen. Brohm hofft, dass die Bauzeitpläne der beiden Maßnahmen harmonieren und ein normales Margaretenfest in der Mainstraße ermöglichen.

Mehr als doppelt so teuer: Der Abbruch des alten Stegs wird rund 2,8 Millionen Euro kosten

Der Abbruch der alten Fußgängerbrücke wird mit der neuen Baufirma erheblich teurer als geplant. Der Margetshöchheimer Gemeinderat musste vor einigen Wochen über die Auftragsvergabe entscheiden, da die Gemeinde Margetshöchheim die Bauherrin sowohl vom alten als auch vom neuen Mainsteg ist. Statt der ursprünglich veranschlagten 1,2 Millionen Euro wird der Abbruch der maroden Brücke circa 2,8 Millionen Euro kosten - rund 2,5 mal so viel wie geplant. Der Gemeinderat tat sich mit der Auftragsvergabe an den günstigsten Bieter schwer, allerdings entsprechen sowohl die Neuausschreibung als auch der Kostenansatz trotz deutlich höherer Preise den Richtlinien. Schuld ist unter Anderem ein stark gestiegener Baukostenindex. Zähneknirschend stimmte das Gremium zu. Die Kostensteigerung stellt Margetshöchheim und Veitshöchheim derzeit vor eine große Herausforderung. Über Kontakte ins Bundesverkehrsministerium versuchen die Gemeinden Gelder zu generieren, um nicht auf den unverschuldeten Mehrkosten sitzen zu bleiben.

 

 

Blick vom frisch eingeweihten Höchheimer Mainsteg auf den maroden Ludwig-Volk-Steg, der am 20. Januar 2025 endgültig geschlossen und danach abgerissen wird. Fun fact: 25,15 Runden über die beiden Brücken entsprechen einem Marathon. (Foto: Tina Göpfert)

 

Seit 1967 verbindet der Ludwig-Volk-Steg die Gemeinden Margetshöchheim und Veitshöchheim. Die Brücke ist marode und hält heutigen Sicherheitsanforderungen nicht mehr stand. (Foto: Tina Göpfert)

 

Die Gemeinde hofft, dass der Abbruch von Überbau und Pfeilern reibungslos über die Bühne geht. (Foto: Tina Göpfert)

 

Dieser Blick auf Margetshöchheim ist bald Geschichte... (Foto: Tina Göpfert)

 

Enten am Ufer, Reiher auf den Pfeilern: Viele Margetshöchheimer schauen etwas wehmütig darauf, dass die Fußgängerbrücke im Altort bald verschwinden wird. (Foto: Role Kalkbrenner)