Haushalt - das klingt nach drögen Zahlenspielen. Dennoch gibt es für eine Gemeinde kaum Wichtigeres als ihre Finanzen. "Der Haushalt ist alles, um die politische Willensbildung umzusetzen" brachte es Bürgermeister Waldemar Brohm (CSU) bei der jüngsten Gemeinderatssitzung auf den Punkt. Der Haushalt für 2021 kann sich sehen lassen: heuer liegt die Rekordsumme von 15,38 Millionen Euro im Gemeindetopf, ein Plus von 44,93% zum Vorjahr. Dabei beläuft sich der Verwaltungshaushalt auf knapp 6,1 Millionen, der Vermögenshaushalt auf rund 9,2 Millionen Euro. Wie Brohm anmerkte, ein für Margetshöchheim bisher einmaliges Volumen; im vergangenen Jahr standen rund 10 Millionen Euro zur Verfügung.

Weil die Bäume in den Pflanzringen an der Rosenstraße Probleme gemacht haben, mussten diese vor einigen Wochen entfernt werden. Wurzelwerk hatte mehrfach den Straßenbelag angehoben - der sogenannte Wurzelhub - und damit eine Gefahrenquelle auf dem Fußweg verursacht. Grund ist, dass die Bäume in den Pflanzringen nicht ausreichend Platz hatten. Nachdem die Bäume gefällt wurden, wird jetzt die Verlegung der Glasfaser-Leitungen abgewartet; im Herbst soll dann neu gepflanzt werden. Wie der örtliche Baumsachverständige Gerhard Väth der Gemeinde empfahl, wären hier große Sträucher wie die ökologisch wertvolle Felsenbirne angeraten, deren Wurzeln mit den beengten Platzverhältnissen besser zurecht kommen und so auch keinen Wurzelhub mehr verursachen.

Zur jüngsten Gemeinderatssitzung, die mit quarantäne-bedingter Verschiebung am 21. April stattfand, hatten die Anwohner des Nikolaus-Fey-Wegs wie von der Gemeinde gewünscht einen eigenen Namensvorschlag eingebracht: Emy-Roeder-Weg. Emy Roeder war zwar keine Schriftstellerin wie die übrigen Namensgeber im Zeilweg-Gebiet, doch die Gemeinderäte befanden den Vorschlag einstimmig für gut. Damit ist die Umbenennung nun beschieden. Die durch die Umbenennung entstehenden Kosten für Umschreibungen wird die Gemeinde den Anwohnern bis zu einer Summe von 200 Euro erstatten, darüber hinausgehende Kosten auf Antrag übernehmen. Hintergründe zur Umbenennung finden Sie im Blog-Artikel https://www.margetshoechheim-blog.de/politik-gemeinde/gemeinde-gemeinderat/63-aufarbeitung-der-ns-geschichte-nikolaus-fey-weg-wird-umbenannt.

Unter dem Motto "Ein neues Zuhause für die gefiederten Glücksboten" wurden in Margetshöchheim und Veitshöchheim je ein Schwalbenhaus für die Mehlschwalben als Ersatznistmöglichkeit errichtet. Das teilt das Wasserstraßenneubauamt Aschaffenburg (WNA) in einer Pressemitteilung mit: Als vorbereitende Maßnahme für den Rückbau des Ludwig-Volk-Steges lässt das Wasserstraßen-Neubauamt Aschaffenburg in Zusammenarbeit mit den Gemeinden Margetshöchheim und Veitshöchheim im Rahmen des Artenschutzes Schwalbenhäuser errichten.

Es gibt Menschen, die normale Webseiten nur schlecht nutzen können. Etwa weil sie eine Sehbehinderung oder andere Einschränkungen haben. Für all jene soll mehr Barrierefreiheit - also ein möglichst hindernisloser Zugang - auch im Internet geschaffen werden. Die Webseiten des Kindergartens St. Johannes sowie der Gemeinde sind ab sofort barrierefrei eingerichtet: Über den "Eye-Able"-Button am rechten oberen Seitenrand können verschiedene Funktionen aktiviert werden, die die Nutzung der Webseite für Menschen mit Einschränkungen vereinfachen. So können beispielsweise Schriftgröße und Kontrast angepasst werden oder man kann sich die Inhalte über einen Screenreader vorlesen lassen.

Nachdem es aufgrund technischer Probleme länger gedauert hat als gedacht, ist der Glasfaser-Anschluss für superschnelles Internet an der Margetshöchheimer Grund- und Mittelschule nun freigeschaltet (siehe auch Blog-Artikel https://www.margetshoechheim-blog.de/politik-gemeinde/baumasnahmen-dorfentwicklung/93-technische-probleme-die-schule-wird-ihren-glasfaseranschluss-wohl-erst-ab-10-m%C3%A4rz-nutzen-k%C3%B6nnen). "Die Leistung, die ankommt, ist gut" sagt Schulleiter Stephan Becker.

In der Bürgerversammlung am 10. Dezember 2020 hatte Bürgermeister Waldemar Brohm (CSU) erstmals bekanntgegeben, dass die Tennishalle an der Margarethenhalle an einen Investor verkauft wurde. Zuvor hatte die Gemeinde intensiv beraten, ob sie ihr Vorkaufsrecht ausüben soll. Schlussendlich kam der Gemeinderat aber zu der Überzeugung, dass die Nachteile überwiegen würden. "Wir haben über notarielle Vereinbarungen aber weiterhin einen Fuß in der Tür", erklärt Brohm auf Nachfrage.

Vor dem Schreibwarenladen "Buntstifte Station" mit integrierter Poststelle (Würzburger Straße 13; ehemalige Apotheke) kommt es immer wieder zu heiklen Verkehrssituationen. Das war in der jüngsten Sitzung des Bauausschusses Thema. Problematisch ist, dass Autofahrer die Bushaltestelle Birkachstraße queren müssen, um auf die zum Laden gehörigen Parkplätze zu gelangen. Das sorgt gerade bei ankommenden Bussen für Gefahrenpotential. Viele Autofahrer umgehen die Parkplätze vor dem Ladengeschäft auch, indem sie unerlaubterweise "kurz" am gegenüberliegenden Fahrbahnrand bzw. Gehweg halten. Dieses wilde Parken verursacht wiederum Probleme durch die engen Straßenverhältnisse für Fußgänger und durchfahrende Fahrzeuge, besonders Busse. Im Bauausschuss wurden nun mehrere Maßnahmen für eine Verbesserung beschlossen.

Den ersten Bauabschnitt der neuen Mainlände zwischen Seglern und Steinernem Weg sollen bis zu fünf öffentliche Kunstwerke zieren; dafür hatte die Gemeinde zusammen mit dem Planungsbüro arc.grün einen Kunstwettbewerb ausgelobt (siehe Blog-Artikel https://www.margetshoechheim-blog.de/leben-freizeit/kunst-kultur/14-kunstwettbewerb-mainlaende). Insgesamt stellt die Gemeinde dafür 100.000 Euro zur Verfügung, jedes einzelne Kunstwerk darf bis zu 20.000 Euro kosten. Mit Corona-bedingter Verspätung kam am 15. Januar in der Margarethenhalle die Jury, bestehend aus Bürgermeister Waldemar Brohm (CSU), Brigitte Laudenbacher vom MainART Kulturverein, Matthias Braun vom Künstlerverband BBK, Jürgen Hochmuth vom Künstlerverband VKU, Manfred Grüner von der Regierung von Unterfranken sowie den Gemeinderäten Norbert Götz (CSU), Werner Stadler (SPD), und Gerhard von Hinten (MM), zusammen, um die Preisträger*innen zu ermitteln.

Dass eine Beerdigung zu einer kostspieligen Angelegenheit werden kann, ist nichts Neues. Jetzt wird es auch in Margetshöchheim noch ein bißchen teurer. Nachdem die alte Satzung für die Friedhofsgebühren aus dem Jahr 2012/2013 datierte, war eine Anpassung der Gebühren unumgänglich. In der letzten Gemeinderatssitzung wurde die Neufassung der Friedhofsgebührensatzung verabschiedet. Im Vergleich zu vorher steigen die Preise besonders für den Grabaushub erheblich: kostete etwa ein normaler Aushub vormals 240 Euro, sind es nun 465 Euro. Beim Aushub für eine Urne werden jetzt 155 Euro fällig statt bisher 75 Euro. "Wir als Gemeinde haben da leider keine Handhabe", sagte Bürgermeister Waldemar Brohm (CSU) in der Sitzung zu den erheblichen Preisunterschieden. Denn diese Gebühren werden vom Bestattungsinstitut im sogenannten Leistungsvertrag festgelegt.

Eigentlich wollte Peter Götz, Erster Kommandant der hiesigen Freiwilligen Feuerwehr, seinen Jahresbericht für 2019 schon im Frühjahr des vergangenen Jahres vorstellen. Corona-bedingt klappte es dann aber erst bei der letzten Gemeinderatssitzung im Dezember 2020. Trotz Verspätung zeigte der jährliche Bericht eines ganz deutlich: soll sie handlungsfähig bleiben, braucht die Feuerwehr dringend mehr Platz und mehr Personal. Zudem müssen in den nächsten Jahren einige Einsatzfahrzeuge ausgetauscht werden - etwa das Tanklöschfahrzeug vom Typ Unimog, das mit Baujahr 1978 schon genauso alt ist wie die Verwaltungsgemeinschaft.

Nach dem lang ersehnten Auftakt zum Neubau des Mainstegs kommt heuer auch in die marode Kinderkrippe am Zeilweg noch Bewegung. Schon seit 10 Jahren wird um die Sanierung des Krippengebäudes gestritten - es musste damals wenige Monate nach der Fertigstellung 2009 wegen gravierenden Baumängeln wieder schließen. Jetzt stehen die Zeichen gut, dass nächstes Jahr zeitig mit der Sanierung begonnen werden kann. Auch die Erweiterung der Kindertagesstätte ist dringend notwendig, Betreuungsplätze fehlen und die Notgruppe in der Schule muss bis 2022 wegen der anstehenden Sanierung aufgelöst werden. Bereits im März hatte der Gemeinderat nach der lang ersehnten Fertigstellung des Gerichtsgutachtens den ersten Grundsatzbeschluss gefasst, dass "priorisiert" am bestehenden Gebäude erweitert bzw. saniert werden soll. Nun wurden in der letzten Gemeinderatssitzung am 8.12. neue Grundsatzbeschlüsse gefasst, um beides so schnell wie möglich voranzutreiben. Doch der Weg durch das komplizierte Geflecht aus Verantwortlichkeiten ist steinig und sorgte in den Gremien teils für nervenaufreibende Diskussionen.

Seite 10 von 11