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Die Leinacher Notunterkunft wurde planmäßig wieder geschlossen

Weil die meisten geflüchteten UkrainerInnen privat untergekommen sind, wurde die Notunterkunft im Leinacher Jugendgästehaus wie geplant zum 1. Mai wieder geschlossen. Auch die Notunterkunft in Rottendorf wird ab Juli verkleinert, berichtet das Landratsamt. Der Landkreis hat seine Aufnahmequote für ukrainische Flüchtlinge schon erfüllt.

In den vergangenen Monaten hatte das Bayerische Rote Kreuz im Jugendgästehaus in Leinach eine Notunterkunft für rund 50 Personen betrieben. Weil im ganzen Landkreis aber die meisten ukrainischen Flüchtlinge in privatem Wohnraum untergekommen sind, konnte die Einrichtung planmäßig am 1. Mai geschlossen werden und steht nun wieder als Jugendgästehaus zur Verfügung. Derzeit kämen kaum noch Geflüchtete in den Landkreis, um hier Schutz zu suchen und die Situation habe sich im Vergleich zu den Vormonaten spürbar beruhigt, sagt das Landratsamt. Aktuell sind noch die Notunterkünfte in Röttingen sowie in Rottendorf in Betrieb, wobei die Rottendorfer Einrichtung zum 1. Juli auf ein Haus reduziert wird, weil s.Oliver das Gebäude selbst wieder benötigt. Aktuell leben in den Notunterkünften der Kreisverwaltung rund 150 ukrainische Flüchtlinge. Insgesamt sind im Landkreis Würzburg etwa 1.500 geflüchtete UkrainerInnen untergekommen, also zehn Mal so viele Menschen. Das Landratsamt bedankt sich ausdrücklich bei den zahlreichen BürgerInnen, die Geflüchtete privat bei sich aufgenommen haben. Man sei jedoch weiterhin darauf angewiesen, dass Angebote von BürgerInnen über das Online-Portal https://www.landkreis-wuerzburg.de/Ukraine-Hilfe gemeldet werden, heißt es aus dem Amt. Bundesweit gilt eine Aufnahmequote von 15% der Geflüchteten für jeden Landkreis. Im Raum Würzburg ist diese Quote bereits erfüllt.

Sollte die Zahl an geflüchteten UkrainerInnen wieder ansteigen, sieht sich der Landkreis gut gewappnet. Die Kreisverwaltung bewerte die dynamische Lage täglich neu und habe Notfallpläne in der Schublade, um bei Bedarf zügig Erstanlaufstellen und Unterkünfte bereitstellen zu können, teilt das Landratsamt mit. So könnte dann z.B. auch die Leinacher Notunterkunft reaktiviert werden.