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Treibjagd in Margetshöchheim am Samstag, den 30. Oktober

Am Samstag, den 30.10. finden von 08:30 bis 16:00 Uhr wieder die diesjährigen Treibjagden statt. Auf der ST2300 wird eine Geschwindigkeitsbegrenzung eingerichtet. Bitte lassen Sie insbesondere im Bereich des Waldes besondere Vorsicht walten.

Trinkwasser: ohnehin hohe Nitratwerte überschreiten teils die kritische Marke von 50 mg/L

Margetshöchheim ist eine der wenigen Gemeinden im Landkreis, die sich noch eine eigene Trinkwasserversorgung leisten. Allerdings hat das Margetshöchheimer Wasser ein Nitratproblem. Unter Anderem durch den geologischen Aufbau des Muschelkalks reichert sich der Stoff hier leicht im Grundwasser an. Weil Nitrat im menschlichen Körper zum gefährlichen Nitrit oder zu krebserregenden Nitrosaminen umgewandelt werden kann, hat der Gesetzgeber für Trinkwasser Grenzwerte von 50 mg pro Liter festgelegt. Diese wurden in Margetshöchheim in letzter Zeit bereits zwei Mal knapp überschritten, wie Bürgermeister Waldemar Brohm (CSU) auf Nachfrage von Daniela Kircher (SPD) in der letzten Gemeinderatssitzung mitteilte. Der höchste Wert lag bisher bei 52 mg/L.

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Illegale Rodungen am Scheckert sorgen für Ärger

In der letzten Gemeinderatssitzung war ein Thema die Erweiterung des Geltungsbereichs Baugebiet Scheckert / Lausrain. Hintergrund der Erweiterung ist, dass durch den ursprünglichen Bebauungsplan einzelne Grundstücke zerteilt wurden. Zur "Abrundung" des Baugebiets hat der Gemeinderat nun nach einer vormaligen Begehung des Bauausschusses sowie Einzelgesprächen mit Grundstückseigentümern mehrheitlich mit 12 gegen 4 Stimmen der MM entschieden, dass das Baugebiet leicht nach Norden ausgeweitet wird, indem Flurstücke von rund 1000 m² plus 418 m² inkludiert werden. Aufgrund der Biotopkartierung sind mehrere kleine Flächen jedoch nicht bebaubar, das Landratsamt Würzburg wird mit einbezogen.

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Der Margetshöchheimer Wald ist für den Klimawandel gut gerüstet

Beim diesjährigen Waldgang mit Revierförster Wolfgang Fricker war das Interesse der BürgerInnen wieder groß. Über 30 Personen waren bei dem Rundgang dabei, um sich über die knapp 70 Hektar großen Margetshöchheimer Waldgebiete zu informieren. Gerade der Klimawandel mit Hitzewellen und anhaltenden Trockenzeiten macht dem Wald zu schaffen - je nach Baumart mehr oder weniger stark. "Besonders betroffen sind nadelholzbetonte Wälder, also Fichten und weniger stark auch Kiefern", erklärt Fricker auf Nachfrage dieser Redaktion. Fichten seien im Margetshöchheimer Wald aber keine mehr da, sie seien schon dem Klimawandel zum Opfer gefallen.

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Warum Streuobstwiesen so wertvoll sind - über Artenvielfalt, Bio-Landbau und historische Obstsorten

Margetshöchheim ist eines der wenigen fränkischen Dörfer, das noch ausgedehnte Streuobstwiesen besitzt - eine Besonderheit, denn diese schonende und historisch gewachsene Form der Obsterzeugung ist bedroht. In Mitteleuropa gehören Streuobstwiesen zu den am stärksten gefährdeten Biotopen, dabei sind sie außergewöhnlich artenreich: die strukturreichen Pflanzungen sind Lebensraum für Tausende oft seltene Tier- und Pflanzenarten. Und auch dem Menschen bieten Streuobstwiesen einen besonderen Kultur- und Erholungsraum. Weil dieser Natur- und Kulturschatz ein so wertvolles Gut ist, das es zu bewahren gilt, erklärte die Unesco den Streuobstanbau vor wenigen Wochen zum immateriellen Weltkulturerbe (https://www.unesco.de/kultur-und-natur/immaterielles-kulturerbe/immaterielles-kulturerbe-deutschland/streuobstanbau). Krischan Cords, Geschäftsführer der Margetshöchheimer Streuobst-Genossenschaft, freut diese Würdigung sehr. Seit der Gründung der Main-Streuobst-Bienen eG im Jahr 2014 erfährt der historisch gewachsene Streuobstanbau in Margetshöchheim wieder mehr Wertschätzung. "Da ist aber noch Luft nach oben", sagt der gelernte Gartenbauingenieur.

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Wasserschutzgebiet Sandflur: Müll und Kippen sind problematisch für unser Trinkwasser

Normalerweise würde im Landkreis nächsten Monat wieder die jährliche Müllsammel-Aktion "putz.munter" von team orange stattfinden, bei der engagierte Bürger die Natur von achtlos weggeworfenem Müll befreien. Corona-bedingt muss die Aktion diesen März jedoch ausfallen; eventuell soll sie im Herbst nachgeholt werden. Dass eine Sammelaktion auch unsere Umwelt in Margetshöchheim nötig hätte, zeigte sich jüngst in der Sandflur: als Gemeinderätin Stephanie Röll (MM) kürzlich dort in den Streuobstwiesen mit ihrem Sohn spazierenging, fielen ihr zahlreiche Zigarettenkippen und Müllteile auf. Kurzerhand sammelte sie auf rund 300 Metern Weg alles in eine Mülltüte. Schon nach wenigen Minuten war die Tüte gut gefüllt mit rund 40 Zigarettenkippen, Bonbonpapierchen und anderem Unrat. Problematisch dabei: in der Sandflur wird ein Teil des Margetshöchheimer Trinkwassers gewonnen. Das Gebiet zwischen Staatsstraße und Radweg gehört zur Wasserschutzzone II.

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1 Million neue Bäume: Staatsregierung beschließt Streuobst-Pakt

Für Margetshöchheim mit seinen ausgedehnten Streuobstwiesen kam aus der Staatsregierung am 18. Oktober eine gute Nachricht: Bayern hat den sogenannten Streuobstpakt beschlossen. Der 600 Millionen Euro schwere Pakt ist ein besonderes Ereignis in der bayerischen Landespolitik, denn er ist das Ergebnis einer einmaligen erfolgreichen Kooperation von Ministerien, verschiedenen Verbänden aus Umweltschutz, Landwirtschaft und Wirtschaft. Der ursprüngliche Ausgangspunkt war das Volksbegehren "Rettet die Bienen" von 2019, in dem auch Streuobstwiesen aufgeführt waren; für die mangelnde Umsetzung in Bezug auf den Schutz dieser besonders artenreichen Gebiete hagelte es Kritik für die Staatsregierung, der Bund Naturschutz (BN) und der Landesbund für Vogelschutz (LBV) reichten Klage beim Bayerischen Verfassungsgerichtshof ein.

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Wie lässt sich das Nitratproblem im Trinkwasser in den Griff kriegen? Gemeinde und Trinkwasserbeauftragter suchen händeringend Lösungen

Die Qualität des Margetshöchheimer Trinkwassers wäre erstklassig - gäbe es da nicht das anhaltende Nitratproblem. Weil Nitrate gesundheitliche Risiken bergen, hat der Gesetzgeber in Deutschland eine Höchstgrenze von 50 mg/L festgelegt; an dieser Grenze kratzen die Messwerte momentan mit 49,9 mg/L, mehrmals wurde die kritische Marke bereits überschritten (siehe auch Blog-Artikel https://www.margetshoechheim-blog.de/natur-umwelt/90-trinkwasser-ohnehin-hohe-nitratwerte-%C3%BCberschreiten-teils-die-kritische-marke-von-50-mg-l). Wie aber ist das Nitratproblem zu lösen? Bürgermeister Waldemar Brohm (CSU) und der seit vergangenem Jahr eingesetzte Trinkwasserbeauftragte der Gemeinde, Peter Etthöfer, sind ambitioniert, aber relativ ratlos. Denn Nitrat ist ein äußerst komplexes Problem.

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Gegen das Insektensterben: Waldwege werden jährlich nur noch einseitig gemäht

Im Oktober lässt die Gemeinde immer die Wegränder im Gemeindewald mähen, doch seit diesem Jahr nur noch auf einer Seite der Waldwege. Grund dafür ist ein Antrag, den die MM in der Gemeinderatssitzung im September gestellt hatte. Zahlreiche Insekten überwintern nämlich in abgeblühten Stauden und Gräsern oder legen dort ihre Eier ab. So zum Beispiel viele Schmetterlinge. Werden alle Pflanzen im Herbst abgemäht, sieht es für die Insekten mau aus - sie finden keinen Unterschlupf für die Überwinterung und sterben oder können keine Nachkommen hervorbringen, wenn es an organischem Material für die Eiablage fehlt.

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