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Staustufe Erlabrunn: Die Reparatur war erfolgreich, der Wasserpegel ist wieder stabil

Am vergangenen Wochenende war der Wasserpegel des Mains rund einen Meter unter den niedrigsten Wasserstand für die Schifffahrt gefallen. Schuld war ein defektes Wehr an der Staustufe Erlabrunn, das nicht mehr richtig schließen konnte. Schiffseigentümer waren am Wochenende aufgefordert worden, ihre Boote sicherheitshalber zwischen den Staustufen Erlabrunn und Würzburg vom Main zu entfernen. Der Defekt ist mittlerweile provisorisch repariert, teilt Martina Michel mit, die als Außenbezirksleiterin Marktbreit beim WSA Main für die Schleuse zuständig ist. Samstag Nacht konnte der Durchfluss durch eine provisorische Abdichtung gestoppt werden, der Wasserstand wurde auf Normalstau stabilisiert. Seit Sonntag Abend ist der Main wieder für die Schiffahrt freigegeben.

Trinkwasser: ohnehin hohe Nitratwerte überschreiten teils die kritische Marke von 50 mg/L

Margetshöchheim ist eine der wenigen Gemeinden im Landkreis, die sich noch eine eigene Trinkwasserversorgung leisten. Allerdings hat das Margetshöchheimer Wasser ein Nitratproblem. Unter Anderem durch den geologischen Aufbau des Muschelkalks reichert sich der Stoff hier leicht im Grundwasser an. Weil Nitrat im menschlichen Körper zum gefährlichen Nitrit oder zu krebserregenden Nitrosaminen umgewandelt werden kann, hat der Gesetzgeber für Trinkwasser Grenzwerte von 50 mg pro Liter festgelegt. Diese wurden in Margetshöchheim in letzter Zeit bereits zwei Mal knapp überschritten, wie Bürgermeister Waldemar Brohm (CSU) auf Nachfrage von Daniela Kircher (SPD) in der letzten Gemeinderatssitzung mitteilte. Der höchste Wert lag bisher bei 52 mg/L.

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Illegale Rodungen am Scheckert sorgen für Ärger

In der letzten Gemeinderatssitzung war ein Thema die Erweiterung des Geltungsbereichs Baugebiet Scheckert / Lausrain. Hintergrund der Erweiterung ist, dass durch den ursprünglichen Bebauungsplan einzelne Grundstücke zerteilt wurden. Zur "Abrundung" des Baugebiets hat der Gemeinderat nun nach einer vormaligen Begehung des Bauausschusses sowie Einzelgesprächen mit Grundstückseigentümern mehrheitlich mit 12 gegen 4 Stimmen der MM entschieden, dass das Baugebiet leicht nach Norden ausgeweitet wird, indem Flurstücke von rund 1000 m² plus 418 m² inkludiert werden. Aufgrund der Biotopkartierung sind mehrere kleine Flächen jedoch nicht bebaubar, das Landratsamt Würzburg wird mit einbezogen.

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Warum Streuobstwiesen so wertvoll sind - über Artenvielfalt, Bio-Landbau und historische Obstsorten

Margetshöchheim ist eines der wenigen fränkischen Dörfer, das noch ausgedehnte Streuobstwiesen besitzt - eine Besonderheit, denn diese schonende und historisch gewachsene Form der Obsterzeugung ist bedroht. In Mitteleuropa gehören Streuobstwiesen zu den am stärksten gefährdeten Biotopen, dabei sind sie außergewöhnlich artenreich: die strukturreichen Pflanzungen sind Lebensraum für Tausende oft seltene Tier- und Pflanzenarten. Und auch dem Menschen bieten Streuobstwiesen einen besonderen Kultur- und Erholungsraum. Weil dieser Natur- und Kulturschatz ein so wertvolles Gut ist, das es zu bewahren gilt, erklärte die Unesco den Streuobstanbau vor wenigen Wochen zum immateriellen Weltkulturerbe (https://www.unesco.de/kultur-und-natur/immaterielles-kulturerbe/immaterielles-kulturerbe-deutschland/streuobstanbau). Krischan Cords, Geschäftsführer der Margetshöchheimer Streuobst-Genossenschaft, freut diese Würdigung sehr. Seit der Gründung der Main-Streuobst-Bienen eG im Jahr 2014 erfährt der historisch gewachsene Streuobstanbau in Margetshöchheim wieder mehr Wertschätzung. "Da ist aber noch Luft nach oben", sagt der gelernte Gartenbauingenieur.

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Wasserschutzgebiet Sandflur: Müll und Kippen sind problematisch für unser Trinkwasser

Normalerweise würde im Landkreis nächsten Monat wieder die jährliche Müllsammel-Aktion "putz.munter" von team orange stattfinden, bei der engagierte Bürger die Natur von achtlos weggeworfenem Müll befreien. Corona-bedingt muss die Aktion diesen März jedoch ausfallen; eventuell soll sie im Herbst nachgeholt werden. Dass eine Sammelaktion auch unsere Umwelt in Margetshöchheim nötig hätte, zeigte sich jüngst in der Sandflur: als Gemeinderätin Stephanie Röll (MM) kürzlich dort in den Streuobstwiesen mit ihrem Sohn spazierenging, fielen ihr zahlreiche Zigarettenkippen und Müllteile auf. Kurzerhand sammelte sie auf rund 300 Metern Weg alles in eine Mülltüte. Schon nach wenigen Minuten war die Tüte gut gefüllt mit rund 40 Zigarettenkippen, Bonbonpapierchen und anderem Unrat. Problematisch dabei: in der Sandflur wird ein Teil des Margetshöchheimer Trinkwassers gewonnen. Das Gebiet zwischen Staatsstraße und Radweg gehört zur Wasserschutzzone II.

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Landrat Thomas Eberth besuchte die Apfelernte der Streuobst-Genossenschaft

Sowohl für Margetshöchheim als auch für den Landkreis Würzburg sind die weitläufigen Streuobstwiesen "vor der Haustür" eine bedeutende Kulturlandschaft mit großem Artenreichtum. Allein in Margetshöchheim wird auf rund 20 Hektar Streuobst nach biologischen Methoden angebaut. Für die Streuobst-Genossenschaft läuft die Apfelernte derzeit auf Hochtouren, an den vergangenen Wochenenden wurden auf dem Lieferplatz am Sportgelände in Erlabrunn viele Tonnen saftige Äpfel für die Main-Streuobst-Bienen eG angeliefert. Von der Obstanlieferung in Erlabrunn hat sich auf Einladung von Bürgermeister Waldemar Brohm kürzlich auch Landrat Thomas Eberth (CSU) selbst ein Bild gemacht und sich über die Arbeit der Main-Streuobst-Bienen eG ausführlich informiert.

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Wie lässt sich das Nitratproblem im Trinkwasser in den Griff kriegen? Gemeinde und Trinkwasserbeauftragter suchen händeringend Lösungen

Die Qualität des Margetshöchheimer Trinkwassers wäre erstklassig - gäbe es da nicht das anhaltende Nitratproblem. Weil Nitrate gesundheitliche Risiken bergen, hat der Gesetzgeber in Deutschland eine Höchstgrenze von 50 mg/L festgelegt; an dieser Grenze kratzen die Messwerte momentan mit 49,9 mg/L, mehrmals wurde die kritische Marke bereits überschritten (siehe auch Blog-Artikel https://www.margetshoechheim-blog.de/natur-umwelt/90-trinkwasser-ohnehin-hohe-nitratwerte-%C3%BCberschreiten-teils-die-kritische-marke-von-50-mg-l). Wie aber ist das Nitratproblem zu lösen? Bürgermeister Waldemar Brohm (CSU) und der seit vergangenem Jahr eingesetzte Trinkwasserbeauftragte der Gemeinde, Peter Etthöfer, sind ambitioniert, aber relativ ratlos. Denn Nitrat ist ein äußerst komplexes Problem.

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Gegen das Insektensterben: Waldwege werden jährlich nur noch einseitig gemäht

Im Oktober lässt die Gemeinde immer die Wegränder im Gemeindewald mähen, doch seit diesem Jahr nur noch auf einer Seite der Waldwege. Grund dafür ist ein Antrag, den die MM in der Gemeinderatssitzung im September gestellt hatte. Zahlreiche Insekten überwintern nämlich in abgeblühten Stauden und Gräsern oder legen dort ihre Eier ab. So zum Beispiel viele Schmetterlinge. Werden alle Pflanzen im Herbst abgemäht, sieht es für die Insekten mau aus - sie finden keinen Unterschlupf für die Überwinterung und sterben oder können keine Nachkommen hervorbringen, wenn es an organischem Material für die Eiablage fehlt.

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Main-Streuobst-Bienen eG: Biopreis für Produkt aus Margetshöchheimer Streuobst-Zwetschgen

Zwetschgenernte ist Handarbeit: Krischan Cords, Geschäftsführer der Main-Streuobst-Bienen Genossenschaft (Foto: Tina Göpfert)

Es ist wieder Erntezeit für die hiesige Main-Streuobst-Bienen Genossenschaft. Derzeit wird in den Margetshöchheimer Streuobstwiesen unter Anderem die fränkische Hauszwetschge von den Hochstamm-Bäumen gepflückt. Dass die Margetshöchheimer Zwetschgen nicht nur schmackhaft sind, sondern in einem Produkt der Würzburger Genießermanufactur auch gleich den begehrten Preis "Bayerns Bestes Bioprodukt" einheimsen konnten, spricht für allerbeste Qualität. Der Geschäftsführer der Genossenschaft, Krischan Cords, ist sichtlich stolz auf diesen Erfolg, steckt in der Bewirtschaftung der Streuobstflächen doch viel harte Arbeit.

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