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Der Margetshöchheimer Wald ist für den Klimawandel gut gerüstet

Beim diesjährigen Waldgang mit Revierförster Wolfgang Fricker war das Interesse der BürgerInnen wieder groß. Über 30 Personen waren bei dem Rundgang dabei, um sich über die knapp 70 Hektar großen Margetshöchheimer Waldgebiete zu informieren. Gerade der Klimawandel mit Hitzewellen und anhaltenden Trockenzeiten macht dem Wald zu schaffen - je nach Baumart mehr oder weniger stark.

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Warum Streuobstwiesen so wertvoll sind - über Artenvielfalt, Bio-Landbau und historische Obstsorten

Margetshöchheim ist eines der wenigen fränkischen Dörfer, das noch ausgedehnte Streuobstwiesen besitzt - eine Besonderheit, denn diese schonende und historisch gewachsene Form der Obsterzeugung ist bedroht. In Mitteleuropa gehören Streuobstwiesen zu den am stärksten gefährdeten Biotopen, dabei sind sie außergewöhnlich artenreich: die strukturreichen Pflanzungen sind Lebensraum für Tausende oft seltene Tier- und Pflanzenarten.

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Wasserschutzgebiet Sandflur: Müll und Kippen sind problematisch für unser Trinkwasser

Dass eine Müll-Sammelaktion wie "putzmunter" auch in Margetshöchheim nötig wäre, zeigte sich jüngst in der Sandflur: als Gemeinderätin Stephanie Röll (MM) kürzlich in den Streuobstwiesen spazierenging, fielen ihr zahlreiche Zigarettenkippen und Müllteile auf. Problematisch dabei: in der Sandflur wird ein Teil des Margetshöchheimer Trinkwassers gewonnen. Das Gebiet zwischen Staatsstraße und Radweg gehört zur Wasserschutzzone II.

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Dürre: Dem Margetshöchheimer Wald geht es ziemlich schlecht - derzeit höchste Waldbrandgefahr

Der momentane Wassermangel macht dem Margetshöchheimer Wald schwer zu schaffen. Durch die anhaltende Trockenheit sind wohl schon zahlreiche Bäume und auch Nachpflanzungen abgestorben, sagt der Revierförster. Selbst klimatolerante Baumarten würden schon schwächeln. Die Trockenheit bringt weitere Probleme mit sich: die Waldbrandgefahr steht auf höchster Stufe.

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1 Million neue Bäume: Staatsregierung beschließt Streuobst-Pakt

Für Margetshöchheim mit seinen ausgedehnten Streuobstwiesen kam aus der Staatsregierung am 18. Oktober eine gute Nachricht: Bayern hat den sogenannten Streuobstpakt beschlossen. Der 600 Millionen Euro schwere Pakt ist ein besonderes Ereignis in der bayerischen Landespolitik, denn er ist das Ergebnis einer einmaligen erfolgreichen Kooperation von Ministerien, verschiedenen Verbänden aus Umweltschutz, Landwirtschaft und Wirtschaft.

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Wie lässt sich das Nitratproblem im Trinkwasser in den Griff kriegen? Gemeinde und Trinkwasserbeauftragter suchen händeringend Lösungen

Die Qualität des Margetshöchheimer Trinkwassers wäre erstklassig - gäbe es da nicht das anhaltende Nitratproblem. Weil Nitrate gesundheitliche Risiken bergen, hat der Gesetzgeber in Deutschland eine Höchstgrenze von 50 mg/L festgelegt; an dieser Grenze kratzen die Messwerte momentan mit 49,9 mg/L, mehrmals wurde die kritische Marke bereits überschritten. Wie aber ist das Nitratproblem zu lösen?

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Gegen das Insektensterben: Waldwege werden jährlich nur noch einseitig gemäht

Im Oktober lässt die Gemeinde immer die Wegränder im Gemeindewald mähen, doch seit diesem Jahr nur noch auf einer Seite der Waldwege. Grund dafür ist ein Antrag, den die MM in der Gemeinderatssitzung im September gestellt hatte. Zahlreiche Insekten überwintern nämlich in abgeblühten Stauden und Gräsern oder legen dort ihre Eier ab. So zum Beispiel viele Schmetterlinge.

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Bäume suchen ein Zuhause: die Streuobst-Genossenschaft sucht Flächen zum Pachten

In Margetshöchheim bewirtschaftet die Streuobst-Genossenschaft rund 20 Hektar Streuobstwiesen und erzeugt daraus hochwertige Bio-Produkte. Weil viele Bestände überaltert sind, muss jedoch dringend nachgepflanzt werden. Für ihre jungen Bäume, oft Raritäten, sucht die Genossenschaft jetzt neue Flächen zum Pachten oder alte Streuobstbestände zum "Aufpäppeln".

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Illegale Rodungen am Scheckert sorgen für Ärger

In der letzten Gemeinderatssitzung war ein Thema die Erweiterung des Geltungsbereichs Baugebiet Scheckert / Lausrain. Hintergrund der Erweiterung ist, dass durch den ursprünglichen Bebauungsplan einzelne Grundstücke zerteilt wurden. Zur "Abrundung" des Baugebiets hat der Gemeinderat nun nach einer vormaligen Begehung des Bauausschusses sowie Einzelgesprächen mit Grundstückseigentümern mehrheitlich mit 12 gegen 4 Stimmen der MM entschieden, dass das Baugebiet leicht nach Norden ausgeweitet wird, indem Flurstücke von rund 1000 m² plus 418 m² inkludiert werden. Aufgrund der Biotopkartierung sind mehrere kleine Flächen jedoch nicht bebaubar, das Landratsamt Würzburg wird mit einbezogen.

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