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Trinkwasser: ohnehin hohe Nitratwerte überschreiten teils die kritische Marke von 50 mg/L

Margetshöchheim ist eine der wenigen Gemeinden im Landkreis, die sich noch eine eigene Trinkwasserversorgung leisten. Allerdings hat das Margetshöchheimer Wasser ein Nitratproblem. Unter Anderem durch den geologischen Aufbau des Muschelkalks reichert sich der Stoff hier leicht im Grundwasser an. Weil Nitrat im menschlichen Körper zum gefährlichen Nitrit oder zu krebserregenden Nitrosaminen umgewandelt werden kann, hat der Gesetzgeber für Trinkwasser Grenzwerte von 50 mg pro Liter festgelegt. Diese wurden in Margetshöchheim in letzter Zeit bereits zwei Mal knapp überschritten, wie Bürgermeister Waldemar Brohm (CSU) auf Nachfrage von Daniela Kircher (SPD) in der letzten Gemeinderatssitzung mitteilte. Der höchste Wert lag bisher bei 52 mg/L.

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Gegen das Insektensterben: Waldwege werden jährlich nur noch einseitig gemäht

Im Oktober lässt die Gemeinde immer die Wegränder im Gemeindewald mähen, doch seit diesem Jahr nur noch auf einer Seite der Waldwege. Grund dafür ist ein Antrag, den die MM in der Gemeinderatssitzung im September gestellt hatte. Zahlreiche Insekten überwintern nämlich in abgeblühten Stauden und Gräsern oder legen dort ihre Eier ab. So zum Beispiel viele Schmetterlinge. Werden alle Pflanzen im Herbst abgemäht, sieht es für die Insekten mau aus - sie finden keinen Unterschlupf für die Überwinterung und sterben oder können keine Nachkommen hervorbringen, wenn es an organischem Material für die Eiablage fehlt. Der Fraktionsvorsitzende der MM, Gerhard von Hinten, erklärte in seinem Vortrag, dass ein einseitiges Mähen 1x pro Jahr genüge, um eine Verbuschung wirksam zu verhindern. Im folgenden Jahr wird dann die andere Wegseite gemäht, sodass an jedem Waldweg immer ein Streifen mit Pflanzenbewuchs für die Tierwelt zur Verfügung steht. Der Gemeinderat stimmte dem Antrag einstimmig zu, allerdings vorerst befristet auf drei Jahre, um Erfahrungswerte zu sammeln.

Übrigens können auch Gartenbesitzer den Insekten über den Winter helfen, indem sie abgeblühte Stauden und Gräser, Laub und anderes organisches Material in der kalten Jahreszeit stehen lassen.

Neue Ernte: rund 24 Tonnen Äpfel für die Streuobst-Genossenschaft

Für die leckeren Mainschmecker-Säfte der Main-Streuobst-Bienen eG ist die neue Ernte eingetroffen. Rund 24 Tonnen saftige Äpfel wurden allein am vergangenen Obstannahme-Tag am Erlabrunner Sportplatz von den regionalen Erzeugern angeliefert. Die Main-Streuobst-Bienen eG bewirtschaftet selbst rund 40 Hektar Streuobstflächen, davon etwa die Hälfte in Margetshöchheim.

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Wasserschutzgebiet Sandflur: Müll und Kippen sind problematisch für unser Trinkwasser

Normalerweise würde im Landkreis nächsten Monat wieder die jährliche Müllsammel-Aktion "putz.munter" von team orange stattfinden, bei der engagierte Bürger die Natur von achtlos weggeworfenem Müll befreien. Corona-bedingt muss die Aktion diesen März jedoch ausfallen; eventuell soll sie im Herbst nachgeholt werden. Dass eine Sammelaktion auch unsere Umwelt in Margetshöchheim nötig hätte, zeigte sich jüngst in der Sandflur: als Gemeinderätin Stephanie Röll (MM) kürzlich dort in den Streuobstwiesen mit ihrem Sohn spazierenging, fielen ihr zahlreiche Zigarettenkippen und Müllteile auf. Kurzerhand sammelte sie auf rund 300 Metern Weg alles in eine Mülltüte. Schon nach wenigen Minuten war die Tüte gut gefüllt mit rund 40 Zigarettenkippen, Bonbonpapierchen und anderem Unrat. Problematisch dabei: in der Sandflur wird ein Teil des Margetshöchheimer Trinkwassers gewonnen. Das Gebiet zwischen Staatsstraße und Radweg gehört zur Wasserschutzzone II.

"Alles, was sich da zersetzt, geht früher oder später in unser Grundwasser", erklärt der Trinkwasserbeauftragte der Gemeinde, Peter Etthöfer. Er wurde im vergangenen Jahr wegen seiner langjährigen Expertise in Sachen Trinkwasser vom Gemeinderat ernannt.

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Illegale Rodungen am Scheckert sorgen für Ärger

In der letzten Gemeinderatssitzung war ein Thema die Erweiterung des Geltungsbereichs Baugebiet Scheckert / Lausrain. Hintergrund der Erweiterung ist, dass durch den ursprünglichen Bebauungsplan einzelne Grundstücke zerteilt wurden. Zur "Abrundung" des Baugebiets hat der Gemeinderat nun nach einer vormaligen Begehung des Bauausschusses sowie Einzelgesprächen mit Grundstückseigentümern mehrheitlich mit 12 gegen 4 Stimmen der MM entschieden, dass das Baugebiet leicht nach Norden ausgeweitet wird, indem Flurstücke von rund 1000 m² plus 418 m² inkludiert werden. Aufgrund der Biotopkartierung sind mehrere kleine Flächen jedoch nicht bebaubar, das Landratsamt Würzburg wird mit einbezogen.

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Main-Streuobst-Bienen eG: Biopreis für Produkt aus Margetshöchheimer Streuobst-Zwetschgen

Zwetschgenernte ist Handarbeit: Krischan Cords, Geschäftsführer der Main-Streuobst-Bienen Genossenschaft (Foto: Tina Göpfert)

Es ist wieder Erntezeit für die hiesige Main-Streuobst-Bienen Genossenschaft. Derzeit wird in den Margetshöchheimer Streuobstwiesen unter Anderem die fränkische Hauszwetschge von den Hochstamm-Bäumen gepflückt. Dass die Margetshöchheimer Zwetschgen nicht nur schmackhaft sind, sondern in einem Produkt der Würzburger Genießermanufactur auch gleich den begehrten Preis "Bayerns Bestes Bioprodukt" einheimsen konnten, spricht für allerbeste Qualität. Der Geschäftsführer der Genossenschaft, Krischan Cords, ist sichtlich stolz auf diesen Erfolg, steckt in der Bewirtschaftung der Streuobstflächen doch viel harte Arbeit.

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XL-Wespennest in Wohnhaus gefunden und nach dem Auszug der Tiere geborgen

Den ganzen Sommer über wunderte sich ein Hausbesitzer in der Friedenstraße, dass ständig eine große Anzahl Wespen um sein Hausdach schwirrte. Die schwarz-gelben Tiere machten glücklicherweise keine Probleme und es gab auch keine Angriffe, doch der Eigentümer wollte der Sache auf den Grund gehen und die Ursache finden. In einem breiten Hohlraum zwischen seinem Hausdach und einem Kniestock (Wand unterhalb der Dachschräge) fand er dann des Rätsels Lösung: an einem der Dachbalken hing ein bewohntes XL-Wespennest. Der verhältnismäßig große Koloss misst rund 60 cm im Durchmesser und ist fast ebenso lang.

Praktisch für uns Menschen: Wespen ziehen jeden Herbst wieder aus

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Landrat Thomas Eberth besuchte die Apfelernte der Streuobst-Genossenschaft

Sowohl für Margetshöchheim als auch für den Landkreis Würzburg sind die weitläufigen Streuobstwiesen "vor der Haustür" eine bedeutende Kulturlandschaft mit großem Artenreichtum. Allein in Margetshöchheim wird auf rund 20 Hektar Streuobst nach biologischen Methoden angebaut. Für die Streuobst-Genossenschaft läuft die Apfelernte derzeit auf Hochtouren, an den vergangenen Wochenenden wurden auf dem Lieferplatz am Sportgelände in Erlabrunn viele Tonnen saftige Äpfel für die Main-Streuobst-Bienen eG angeliefert. Von der Obstanlieferung in Erlabrunn hat sich auf Einladung von Bürgermeister Waldemar Brohm kürzlich auch Landrat Thomas Eberth (CSU) selbst ein Bild gemacht und sich über die Arbeit der Main-Streuobst-Bienen eG ausführlich informiert.

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