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Tennishalle: Wie die neuen Eigentümer das Impfzentrum unterstützten und was mit der Immobilie geplant ist

Aus der maroden Tennishalle soll ein moderner Komplex aus Wohnungen, Gewerbe und Sportstätte entstehen. Für die beiden Investoren Christian und Matthias Schenk zählt auch ein gutes Miteinander mit der Dorfgemeinschaft. Für das Impfzentrum haben sie ihre Flächen deshalb kostenfrei zur Verfügung gestellt.

Bereits Ende 2020 war die Tennishalle an die beiden Investoren verkauft worden (siehe auch Blog-Artikel https://www.margetshoechheim-blog.de/politik-gemeinde/baumasnahmen-dorfentwicklung/88-die-tennishalle-wurde-an-einen-investor-verkauft-was-wird-nun-aus-dem-gel%C3%A4nde). Als Projektgesellschaft für die Tennishalle hatten die Gebrüder die ES47 Schenk GbR gegründet – angelehnt an die Postadresse Erlabrunner Straße 47. Die beiden unterstützten das Impfzentrum in der Margarethenhalle, indem sie ihre Flächen im Innenhof kostenfrei für die Zelte zur Verfügung stellten; auch die Parkplätze durften genutzt werden. Ein großer Teil des Innenhofes gehört nämlich nicht zur Margarethenhalle (die im Eigentum der Gemeinde bleibt), sondern zur Tennishalle. „Sowohl während des Verkaufsprozesses der Tennishalle, sowie bei der Klärung verschiedener rechtlicher Fragestellungen, verlief die Zusammenarbeit hervorragend. Die Unterstützung bei der Umsetzung des Impfzentrums unterstreicht, dass es hier eine gelebte nachbarschaftliche Unterstützung gibt.“ beschreibt Waldemar Brohm, Bürgermeister von Margetshöchheim das Verhältnis zu den neuen Eigentümern. Diese stellten kostenfrei für das Impfzentrum in der Margaretenhalle 49 Parkplätze und den zur Tennishalle gehörenden Innenhof zu Verfügung.

Tennishallen-Investor Christian Schenk (rechts im Bild), Gesellschafter der ES47 Schenk GbR, stellte die Flächen für das Impfzentrum kostenlos zur Verfügung. (Foto: Tina Göpfert)

Kürzlich wurde mit der ES47 Schenk GbR außerdem überlegt, die Tennishalle als Notunterkunft für ukrainische Flüchtlinge zur Verfügung zu stellen. Wie Zweiter Bürgermeister Norbert Götz auf Nachfrage mitteilt, geht dies aber wegen der fehlenden Heizungsanlage leider nicht. Die Turnhalle der Schule kann wegen der anstehenden Generalsanierung der Schule wohl nicht genutzt werden.

Von der Problemimmobilie zum Vorzeigeobjekt?

Wie es mit der Tennishalle weitergehen soll, berichten die Gebrüder Schenk in folgender Pressemitteilung:

"Auch wenn die altehrwürdige Tennishalle neben der Margaretenhalle in Margetshöchheim von außen so aussieht, als wäre sie in einem seligen Dornröschenschlaf, so täuscht dieser Eindruck gewaltig: Die Planungen für die Umgestaltung des Areals laufen auf Hochtouren. Als Projektgesellschaft wurde die ES47 Schenk GbR – angelehnt an die Postadresse Erlabrunner Straße 47 der Tennishalle – gegründet.

Seit März 2021 ist der extrem sanierungsbedürftige ehemalige Tennis-Point nun im Besitz der Geschwister Christian und Matthias Schenk. Das Brüderpaar betreibt in Würzburg erfolgreich das Großhandelsunternehmen SPRINTIS. Spezialisiert auf Druckerei- und Werbemittelbedarf erwirtschaftete SPRINTIS im Jahr 2021 über 21 Mio. EUR Umsatz. Gleichzeitig befinden sich auch diverse Immobilien im Portfolio der Brüder. Letztes Bauprojekt der Brüder war der Business & Beach Campus in der Frankfurter Straße 96 in Würzburg.

Die Sportaffinität der Schenks war auch der Grund des Engagements in Margetshöchheim: In enger Zusammenarbeit mit dem Margetshöchheimer Gemeinderat wurde im Oktober 2021 ein attraktives Nutzungskonzept in nichtöffentlicher Sitzung vorgestellt. In diesem Nutzungskonzept ist ein Mix zwischen Wohnbebauung, gewerblicher Nutzung und sportlicher Nutzung in Form einer Indoor-Beachvolleyballanlage und einer Basketballhalle vorgesehen und wurde einstimmig über alle Fraktionen hinweg wohlwollend zur Kenntnis genommen. Dieses Feedback des Gemeinderats war der Startschuss für die weiteren Planungsschritte, die mit dem renommierten Architekturbüro archicult, gegangen werden. Das Genehmigungsverfahren soll noch in diesem Jahr in die Wege geleitet werden. Ziel ist eine Vermarktung des zu sanierenden Gaststättentrakts und des neu entstehenden Kopfbaus an der Südseite, der entsprechende Mieteinnahmen generiert und dadurch die sportliche Nutzung der Halle subventioniert.

Bereits jetzt schon laufen im Hintergrund verschiedenste Vorarbeiten. Die defekte Heizungsanlage wurde demontiert, die Umkleiden sowie die WCs wurden provisorisch wieder in Betrieb genommen, auch Strom ist nun wieder auf dem Areal vorhanden. Zusätzlich geplant für dieses Jahr ist die Entkernung des Bestandsgebäudes. Während der ehemalige Gaststättentrakt noch komplett leer steht, wurde in der Tennishalle ein mobiles Basketballfeld aufgebaut und die Halle dient - bis zum geplanten Baubeginn im Jahr 2023 - als Trainingsort für die Basketballer der TG Veitshöchheim.

Basketball steht ohnehin hoch im Kurs bei den Schenks: Dass Christian Schenk mit der SPRINTIS Basketball GbR seit rund 1,5 Jahren einer der drei neuen Gesellschafter der Bundesligabasketballer von s. Oliver Würzburg ist, steht bei den Planungen nicht im Vordergrund, wird jedoch in die Überlegungen miteinbezogen. Weder die sportliche Entwicklung, noch die aktuelle Suche nach einem neuen Hauptsponsor bei dem Basketballbundesligisten, hat einen Einfluss auf die Planungen. Demnach wird es das Projekt weder beeinträchtigen, noch verzögern."

Bürgermeister Waldemar Brohm (links) mit Christian Schenk vor dem Impfzentrum Margarethenhalle. Der Innenhof gehört in etwa bis zum roten Sonnenschirm auf der rechten Seite zur Tennishalle. (Foto: Tina Göpfert)